Künstler & Bands
Vinta
Waldbühne
Freitag - 16:30
Denkmäler und Trümmer in Krach und Harmonie. VINTA bedeutet Energie. Lust und Rausch, Liebe und Wut, Glück und Schmerz – Musik zum Zuhören und Zuschlagen, gepaart mit einer intensiven Licht- und Nebelshow, die wie Benzin auf Feuer wirkt. Schweiß, ein dröhnender Kopf, aber vor allem ein Gefühl von befreiter Entladung sind die bleibenden Schäden nach der VINTA-Show. Die Band war seit über 10 Jahren unter dem Namen Dickes Gebäude aktiv und hat mit dem letzten Album „Blitzlichtgewitter“ viele Clubkonzerte in ganz Deutschland sowie Festivaltouren gerockt. Mit der VINTA Debut-EP geht es nun mit neuem Namen vollgas ins Jahr 2022, um die in den letzten Jahren eingeschlafene Livemusikkultur endgültig zurückzubringen.
Grindhouse
Waldbühne
Freitag - 18:00
Die Garage RocknRoller Grindhouse gründeten sich 2014 in Melbourne, Australien. Schwer beeinflusst von den Pre-Punk Bands The Saints und Radio Birdman, spielen die Australier ihren eigenen Proto Punk Sound. Heftig, ein bisschen Panne und schnell. Seither gibt es vier Alben auf ihrem Konto, produziert von Steven McDonald (The Melvins, OFF! and Redd Kross). 2019 waren die Jungs drei Wochen in Europa unterwegs und spielten eine Menge cooler Festivals (Ruhrpott Rodeo, Krach am Bach, Back to Future,…), 2022 greifen die Australier erneut an. “If you put meth in a gas tank instead of gasoline that’s what Grindhouse sound like.” Are you ready?
Kopfecho
Waldbühne
Freitag - 19:45
Kopfecho sind eine Band, in der es brodelt. Es muss raus, was sie beschäftigt. Ihre Musik ist mal laut, mal melodiös, mal wütend und gesellschaftskritisch, mal zart oder euphorisch und voller Lebensfreude. Und auch auf dem zweiten Album „Etwas bleibt“, dem Nachfolger des Debütalbums „Sehen/Hören/Fühlen“, gibt es wieder „Texte aus dem Herzen und mit Wut im Bauch“. Die fünfköpfige Band aus Düsseldorf um Sängerin Amy wurde gegründet und ist musikalisch im selben Proberaum-Labyrinth an der Ronsdorfer Straße aufgewachsen wie die Toten Hosen, die Broilers und Rogers. Mittlerweile haben sie im ganzen Land eine treue Fanschar. Und sie haben bewiesen, dass sie nicht nur in kleinen Clubs, sondern auch auf großen Bühnen begeistern.
Disarstar
Waldbühne
Freitag - 21:30
Es ist die soziale Frage, der sich der Rapper Disarstar annimmt. Anschauungsmaterial für seine klassenbewussten Texte findet er nicht zuletzt direkt in der eigenen Nachbarschaft auf St. Pauli. Der in Hamburg aufgewachsene Rapper ist zu einer der wichtigsten aktuellen Deutschrap-Stimmen geworden. Mit Worten gelingt es Disarstar krasse Bilder zu entwerfen, die zu gleichen Teilen plakativ und auf den Punkt in der Beobachtung soziokultureller Schräglagen sind. Kostprobe? Bitteschön: „Diese Welt ist nicht ein bisschen scheiße, ich bin nicht ein bisschen radikal und irgendwelche FDPler in ihrem Sommerhaus mit ihrem ›Du bist deines Glückes Schmied‹ können sich ficken, weil die waren noch nie in meiner Straße. Haben noch nie was von dem Leben hier gesehen und sitzen in irgendwelchen Talkshows und Parlamenten und sabbeln von Gerechtigkeit, was wisst ihr von unserem Leben, Digger?“
Phoenix aus der Klapse
Waldbühne
Freitag - 23:15
Über 20 Jahre ist es her, dass FERRIS MC nach Hamburg zog. Während die ersten Jahre seiner Karriere voll und ganz im Zeichen des Hip Hops standen, war die zweite Dekade vor allem von der Electro-Formation DEICHKIND geprägt, deren festes Mitglied er von 2008 bis 2018 war. Nun läutete FERRIS (ohne das „MC“) seine Rock-Ära ein. SWISS ist Sänger, Rapper, Texter aus dem Hamburger Schanzenviertel. Mit der Band SWISS & DIE ANDERN veröffentlichte er 2015 das wegweisende Albumdebüt „Große Freiheit“ und inzwischen etliche Nachfolger. Der Sound gleicht einem musikalischen Straßenkampf: laut, dreckig und wutgeladen. Zusammen sind beide PHOENIX AUS DER KLAPSE. Rotziger Hymnen von der Straße und aus dem Leben, die bestens in die Zeit passen. „In diesen Zeiten kann man einfach keine belanglose Musik machen!“
Excrementory Grindfuckers
Waldbühne
Samstag - 01:00
Endlich mal ein Bandinfo, das man komplett und 1:1 übernehmen kann: Die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS sind die uneingeladenen Gäste, die auf jeder Party alles wegsaufen und beim Nachhausegehen in den Hausflur kotzen. Die fünf Grindcore-Trottel aus Hannover haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Grenzen des schlechten Geschmacks neu zu definieren, was sie seit mehr als 20 Jahren und mittlerweile acht in Eigenproduktion erstellten Tonträgern erfolgreich tun. Ihr Ziel: Die ach so ernste Metalszene komplett zu verhorsten. Mit einem Sound zwischen Hans Zimmer, Schlager, und platzender Luftpolsterfolie verschleiern sie Anspruch und Ambition geschickt hinter einer albernen Maske der Verblödung.
Fluppe
Waldbühne
Samstag - 13:00
fluppe stammen aus Hamburg und sind eine der seltenen Bands, bei denen man nicht sofort die „Klingt wie“-Karten spielen kann. Verglichen wird man gerne mit Turbostaat, was grob in die Richtung geht, aber musikalisch kommen einem eher diese räudig-poetischen Post-Punk-Bands wie Do Nothing, Shame, Protomartyr oder auch Idles in den Sinn. Wobei fluppe dann doch öfter als die genannten auf die melodieseligen Gitarren-Momente setzen. Die „gute alte Hamburger Schule“? Dazu die Band: „Das ist natürlich schmeichelhaft, die war ja auch wichtig. Aber ich kenn mich da einfach nicht gut genug aus, um das als Einfuss zu sehen. Ich kann jetzt keine fünf Songs von Der Regierung aufzählen und bin kein Blumfeld-Experte. Für mich waren …But Alive, die Boxhamsters oder Turbostaat wichtger.“ Vor allem lyrisch führt das schon in die richtige Richtung, wenn man vielleicht noch etwas mit Dackelblut nachwürzt.
My Little White Rabbit
Waldbühne
Samstag - 14:30
Mit „Lowest Heights“ veröffentlichen My Little White Rabbit Anfang 2021 ihren neuen und zweiten Long-Player über popup-records. Das Quintett um Front-Sängerin Rike Pfeiffer hat – allen Kultur-Shutdowns zum Trotz – 2020 genutzt, um in den Schalltona Studios in Hamburg ihr zweites Album zu produzieren. „Lowest Heights“ deckt nicht nur musikalisch die Bandbreite des Garage-Rock-Genres ab, sondern übt vor allem auch textlich auf vielschichtige Art und Weise Gesellschaftskritik. Hier gibt es Garagepunk-Songs sowie surreale Psychedelic-Nummern oder Ausflüge in Synthpop-Gefilde. Feministischer Garage-Pop/Rock mit dem die Bands ihr Statement setzt.
Hathors
Waldbühne
Samstag - 16:15
Band-Info? Was sagt denn Wikipedia? A?gyptische Mythologie. Go?ttin. Tempel, Feste. Aber eben auch ein Schweizer Trio. Winterthur. Debut 2011. Vier Alben. International auf Tour, Deutschland, England, USA…. Ja, Neustart!!! Denn das sind HATHORS 2022! Ein Neuanfang, der sich dermaßen frisch und ungeba?ndigt, wild und ungestu?m anho?rt, dass es ein Debut sein ko?nnte und irgendwie auch ist. Eine neue Band, die ohne große Pla?ne ihre Liebe, Wut und Abenteuerlust auf Band gebracht hat. Marc Bouffe? ist weiterhin Gitarrist und Sa?nger, aber sonst hat man mit den alten HATHORS so viel zu tun, wie Windows 10 mit C64. Wie Moto?rhead mit Hawkwind oder wie die Foo Fighters mit Nirvana. Die zwei anderen Mitglieder sind Dominique Destraz, der auch an den Drums von DEATH OF A CHEERLEADER sitzt und der Bassist Thorsten Polomski, den man von der Limburger Hardcore Band BUBONIX kennt.
Powder for Pigeons
Waldbühne
Samstag - 18:00
Das Jahr 2013 scheint eine besondere magnetische Anziehungskraft besessen zu haben, brachte es doch den australischen Sänger und Gitarristen Rhys und die deutsche Schlagzeugerin Meike von entgegengesetzten Enden der Welt durch eine starke musikalische Bindung zusammenbringen. Inspiriert von Bands wie Helmet, Rage Against The Machine, Faith No More, NIN und Primus, bietet das Power-Duo eine unerbittlich energiegeladene, schweißtreibende und gut gemachte Wall-of-Rock-Performance. Seit der Gründung von Powder for Pigeons touren sie ausgiebig durch Europa und die Welt, ziehen sich aber regelmäßig ins ländliche Westaustralien zurück, um die drückend heißen Sommermonate damit zu verbringen, neues Material zu schreiben und aufzunehmen. Dabei sorgen fette Gesangsmelodien, heruntergestimmte Gitarren über drei Verstärker und kraftvolle Schlagzeugrhythmen für eine unverwechselbare Klangwand. Nicht selten haben – laut Rock Hard (!) – diese breiten Klanglandschaften und spontanen Übergänge zum vollen Klangangriff den Sound und die Präsenz einer 5-Mann-Band.
Primetime Failure
Waldbühne
Samstag - 19:45
Aufgewachsen in den schummerigen Vororten von Bielefeld machen sich diese vier 30-Somethings auf, Deinen Tag zu retten. Ihren Sound kannst Du einfach in keine Schublade stecken... naja, wobei... ach verdammt, na gut: Primetime Failure spielen genau die Art von Skate Punk, mit der eine ganze Generation aufgewachsen ist! Erinnerst Du Dich daran, wie Du damals Dein "Mons Tour" Longsleeve von NOFX gekauft hast? Oder an den Tag, an dem Du die ganzen Fat-Wreck-Burning-Heart Songs das erste Mal auf dem Mixtape Deines Bruders hörtest? Erinnerst Du Dich an die ganzen Knochenbrüche bei Deinen ersten Skateboard-Versuchen? Erinnerst Du Dich an die Tage, als Du dachtest, dass es für immer so sein würde? Wenn es jemals einen Slapstick-Film über Deine jugendliche Unbeschwertheit in den 90ern geben würde, dann würden Primetime Failure den perfekten Soundtrack dazu schreiben!
Tequila and the Sunrise Gang
Waldbühne
Samstag - 21:30
Wer in Schubladen denkt hat es bei Tequila & the Sunrise Gang wirklich nicht leicht. Die breite Instrumentierung inkl. dreiköpfiger Bläsersektion ermöglicht den sechs Kielern eine Dynamik wie kaum einer anderen Band. Die fliegenden Wechsel zwischen treibendem Ska-Punk-Offbeat und hymnenhaften Sing-A-Long-Refrains verlaufen nahezu spielend und die unzähligen Hook-Linies bohren sich tief ins Ohr, um sich da für lange Zeit einzunisten. „Das wird auf Festivals richtig scheppern wird“ sagte Ingo Donot zum neuen Album HOME (2020) und genau das stellen Tequila & the Sunrise Gang regelmäßig unter Beweis. Wer also auf tanzbarsten Ska-Punk mit klarer Attitüde und ordentlich Ohrwurmcharakter steht, ist hier genau richtig. Fans von Mad Caddies, Manu Chao, Rancid oder Less Than Jake werden hier von der ersten Sekunde an durchgeschüttelt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.
Mal Élevé
Waldbühne
Samstag - 23:15
Mal Élevé hat sein erstes Solo-Album „Résistance mondiale“ herausgebracht, das es auf Anhieb auf Platz 15 der deutschen Album Charts geschafft hat. Und nun müssen die Songs des Ex-Frontsängers von Irie Révoltés auf die Bühne. Wer den politischen Musiker und Aktivisten bereits live in Aktion erleben durfte, weiß: Mal Élevé gibt alles – und definitiv keine Ruhe. Seine eigene Mischung aus Dancehall, Reggae, Ska, Punk und Rap ist eine Kampfansage. Ohne Wenn und Aber fordern seine zumeist französischen und deutschen Lyrics zum globalen Protest gegen die unhaltbaren Missstände auf, unter denen allzu viele Menschen leiden. „Ich kämpfe für eine Welt ohne Grenzen, ohne Rassismus und ohne Ausbeutung“, erklärt Mal Élevé, was ihn antreibt. Nachdem er mit seiner ehemaligen Band Irie Révoltés über 500 Konzerte in mehr als 25 Ländern gespielt und die größten Festivals auf den Kopf gestellt hat, bricht er 2021 mit neuer Live-Band auf, die „Résistance“ zu starten.
Moscow Death Brigade
Waldbühne
Sonntag - 01:00
MOSCOW DEATH BRIGADE sind eine antifaschistische „Circle-Pit-HipHop-Band“ aus Russland. Seit 2007 stehen sie für einen aggressiven Mix aus Punk/Hardcore und Rap-Musik mit politischen Texten. Auf den Punkt gebrachte Streetfighter-Lyrics, gebettet in brutale Rapcore-Klänge, einzuordnen irgendwo zwischen BODY COUNT und BEHIND ENEMY LINES. Sie sind nicht nur in Sachen Glaubwürdigkeit die Band der Stunde. Stress mit Staat, Nazis und Cops sind Moscow Death Brigade durchaus gewohnt. Sie können schon seit Jahren nicht mehr in Russland auftreten und bleiben auch auf Tour maskiert. Seit ein paar Wochen hat sich die Situation deutlich verschärft: Putins Krieg in der Ukraine trifft auch die Meinungs- und Kunstfreiheit in Russland. Zensur, Verbote und Überwachung nehmen zu. Die Band hatte schon immer eine klare Anti-Kriegs- und Anti-Gewalt-Haltung, daran hat sich nichts geändert: „Ja, wir müssen generell in Russland in diesen Tagen vorsichtiger sein. Wir glauben einfach, dass es eine grundmenschliche Selbstverständlichkeit ist, sich gegen Diskriminierung und Krieg zu stellen. Nichts rechtfertigt es, unschuldige Menschen anzugreifen. Aber obwohl wir hier nicht auftreten können, ist unsere Musik immer noch online weit verbreitet. Und zum Glück, so hoffe ich jedenfalls, ist unsere Anti-Kriegs-Message in Europa immer noch sehr willkommen.“